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Die Heutige Rolle von Milchprodukten in Unserer Ernährung

Published Sep 01, 2022

Toluna Corporate

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Molkereiprodukte sind nach wie vor eine beliebte Lebensmittelgruppe für viele Verbraucher auf der ganzen Welt, aber ihr Stellenwert in der Ernährung wurde in den letzten Jahren aufgrund gesundheitlicher Faktoren und des Aufschwungs der pflanzlichen Ernährung in Frage gestellt. Milchalternativen wie Soja- oder Kokosmilch erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, da sie dem Geschmack von Milchprodukten ähneln, aber weniger Kalorien und Fette enthalten.

In diesem Jahr haben wir auch die wachsende globale Krise der Lebenshaltungskosten erlebt. Verbraucher auf der ganzen Welt spüren den Druck auf ihren Geldbeutel in vielfältiger Weise, unter anderem durch höhere Preise in den Lebensmittelgeschäften. Und diese Preiserhöhungen, die vor allem bei Molkereiprodukten zu beobachten waren, lassen die Verbraucher noch bewusster auf die Produkte achten, die sie kaufen.

Um die Konsumgewohnheiten von Molkereiprodukten und Milchalternativen inmitten der aktuellen Lebenshaltungskostenkrise zu verstehen, befragte Toluna je 1.000 Erwachsene ab 18 Jahren in den Vereinigten Staaten und Deutschland. Hier ist, was wir gefunden haben.

Den Rückgang des Milchkonsums verstehen

Für viele Verbraucher auf der ganzen Welt sind Milchprodukte ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Tatsächlich sagen etwa vier von zehn Erwachsenen sowohl in den USA als auch in Deutschland, dass Milchprodukte köstlich sind und sie ihren Konsum niemals reduzieren würden. Schaut man jedoch über die treusten Anhänger der Milchprodukte hinaus, so wird deutlich, dass viele Verbraucher den Stellenwert von Milchprodukten in ihrer Ernährung neu überdenken.

Mehr als ein Viertel (28%) der Amerikaner geben an, dass sie ihren Milchkonsum im vergangenen Jahr reduziert haben, während 24% in Deutschland dasselbe sagen. In beiden Ländern geben 28% an, dass sie aktiv versuchen, ihren Milchkonsum in Zukunft zu reduzieren.

Warum, fragen Sie? Die Antworten sind von Land zu Land unterschiedlich. In den Vereinigten Staaten geben fast zwei von drei Verbrauchern gesundheitliche Gründe an, um ihren Milchkonsum zu reduzieren oder ganz aus ihrem Speiseplan zu streichen. Danach folgt ein deutlich geringerer Anteil von Verbrauchern, die Bedenken wegen des Tierschutzes (28%) und der Umwelt (28%) anführen. In Deutschland ist es genau umgekehrt: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Verbraucher ihren Milchkonsum aus ethischen Gründen wie dem Tierschutz (50%) und der Umwelt (45%) reduzieren oder ganz auf Milchprodukte verzichten, ist deutlich höher als aus gesundheitlichen Gründen (35%).

Milchprodukte und Milchalternativen im Vergleich

Da die Verbraucher in beiden Ländern versuchen, Milchprodukte aus ihrer Ernährung zu reduzieren oder zu streichen, steigt der Verbrauch von Milchalternativen. Mehr als drei von zehn Amerikanern (31%) geben an, dass sie in den letzten sechs Monaten mehr Milchalternativen bzw. milchfreie Produkte konsumiert haben, und einer von drei sagt, dass er in den nächsten drei Monaten mehr konsumieren wird. In Deutschland sind diese Zahlen etwas geringer. Sechsundzwanzig Prozent haben in den letzten sechs Monaten mehr Milchalternativen konsumiert, und einer von fünf plant, in den nächsten drei Monaten mehr zu konsumieren.

Trotz dieses sprunghaften Anstiegs des Konsums von Milchalternativen ist es eine Tatsache, dass die Menschen nach wie vor sehr viel häufiger Milchprodukte konsumieren. In Deutschland gibt die Hälfte der Verbraucher (51%) an, täglich Milchprodukte zu konsumieren, und 90% mindestens einmal pro Woche – im Gegensatz zu nur 13% bzw. 43% bei Milchalternativen.

In den Vereinigten Staaten ist die Kluft etwas geringer, aber immer noch signifikant. Zweiundvierzig Prozent konsumieren täglich Milchprodukte, und doppelt so viele (86%) mindestens einmal pro Woche. Bei den Milchalternativen liegen diese Zahlen bei 17% bzw. 50%.

Auswirkungen der Lebenshaltungskostenkrise

Natürlich gibt es, abgesehen von der Konkurrenz durch alternative Milchprodukte, noch andere Faktoren, die sich auf Milchprodukte auswirken. Die derzeitige Lebenshaltungskostenkrise hat Lebensmittelhändler weltweit getroffen, und das gilt insnesondere für den Bereich der Milchprodukte. In Deutschland haben 63% der Verbraucher festgestellt, dass die Preise für Milchprodukte in den letzten sechs Monaten stark gestiegen sind, und neun von zehn haben zumindest einen gewissen Preisanstieg festgestellt.

In den Vereinigten Staaten ist der Anteil etwas geringer – 52% stellen einen erheblichen Anstieg fest und 86% zumindest einen gewissen Anstieg -, aber dennoch erheblich. Die amerikanischen Verbraucher äußern sich sogar eher besorgt über die aktuellen Kosten für Milchprodukte (36%) als die deutschen Verbraucher (26%).

Da Inflation und Lebenshaltungskosten auf absehbare Zeit ein Thema bleiben werden, wird sich das Verhalten der Verbraucher auch weiterhin verändern. Deshalb ist es wichtig, dass Marken einen erkenntnisgestützten Ansatz entwickeln, um die Gedanken der Verbraucher zu verstehen, ihr Verhalten vorherzusagen und Strategien zu entwickeln, um auf Veränderungen zu reagieren. Auf diese Weise können sie ihre Produkte und Markt-/Kanalstrategien so anpassen, dass sie der aktuellen und künftigen Wirtschaftslage Rechnung tragen.

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